ich versuche der realität zu entkommen, aber egal, wohin ich schaue, sie konfrontiert mich mit all ihrer kraft. ich weiss, ich bin damit nicht alleine und ich weiss, jeder hat es hart. aber das leben ist einfach so frustrierend.
wir atmen, schauen unsere liebsten an und sind dankbar für alles. aber ohne es zu merken, ruinieren wir das stadtbild. kaum zu glauben, dass meine schüchternen netten brüder und abertausende andere jungs beschuldigt werden, schlimme dinge zu tun. und das nur, weil sie so aussehen, wie sie nunmal aussehen. sie haben keiner seele etwas getan, mamas kopftuch hat auch niemandem geschadet. aber wir sind die bösen. wir gehören hier nicht hin und wir werden hier niemals hingehören.
wie sollen wir denn so leben? hier sind wir nicht zu hause, dort auch nicht. wir sind heimatlos. lieblos, leblos in der deutschen gesellschaft. die gesellschaft, nach der sich viele migrantenkinder sehnen, hat die arme vor uns verschränkt, statt sie zu öffnen. als nutztiere haben wir einen platz unter friedrich merz, für mehr reicht es aber nicht.
statt zu leben in einem land in dem für immer frühling ist, überleben wir unter einem kanzler, der die rechten anfeuert und so tut, als würde er sie hassen. sich rechts verhalten und die afd haten, so machen das undercover rassisten heutztage. so hat deutschland seine taten immer gerechtfertigt und versucht, seine politik in ein besseres licht zu rücken, immer so zu tun, als wären sie das kleinere übel. dabei sind sie alle gleich.
ich will Ihn nur aufwachsen sehen, will Ihm zeigen, dass Er alles sein kann, was Er will. ich will nur, dass Er die hoffnung nicht aufgibt und Sein leben liebt, ohne da zu landen, wo wir sind. will das nicht jeder für sein liebstes?

Was sind eure Gedanken?